Pädagogisches Konzept

Inhalt

1        Einleitung. 4

2        Rahmenbedingungen/ Situationsanalyse. 4

2.1       Räumlichkeiten und Umfeld. 4

2.2       Öffnungszeiten/ Ferienzeiten. 5

2.3       Gruppenstrukturen.. 6

2.4       Personalstruktur 6

2.5       Aufnahmemodalitäten.. 6

2.6       Die Elternarbeit 6

2.6.1   Elternabende. 7

2.6.2   Feste. 7

2.6.3   Gespräche/ Elterngespräche. 7

3          Gestaltung des Tages. 8

3.1       Tagesablauf Kindergarten (variiert je nach Alter des Kindes/Gruppe) 8

3.2       Tagesablauf Hort (variiert je nach Alter des Kindes/Gruppe) 8

3.3       Die Verpflegung. 9

3.4       Gestaltung der Ruhephase. 11

3.5       Organisation von Ausflügen/ Ausgängen. 11

4        Pädagogische Ansätze und Inhalte. 13

4.1       Schwerpunkt: Freies Spiel 13

4.2       Schwerpunkt: Gesundheit 13

4.3       Eingewöhnung/ Transition.. 14

4.4       Kursangebot 15

5        Praktische Umsetzung der pädagogischen Ansätze. 15

5.1       Kompetenzerwerb. 15

5.1.1       Sensomotorische-psychomotorische Kompetenz. 16

5.1.2       Emotional – Sozial – Ethische Kompetenz. 16

5.1.3       Sprachlich – kommunikative Kompetenz. 17

5.1.4       Kognitive Kompetenz. 17

5.2       Umsetzung der Prinzipien nach dem Wiener Bildungsplan. 17

5.2.1       Individualisierung und Differenzierung. 17

5.2.2       Ganzheitlichkeit 17

5.2.3       Vielfalt 17

5.2.4       Bildungspartnerschaften. 18

5.3       Praktische Umsetzung der Bildungs- und Erlebnisbereiche. 18

5.3.1       Psychisches und physisches Wohlbefinden. 18

5.3.2       Soziale Beziehung: Familie – Gruppe – Grätzl 18

5.3.3       Ethik und Werthaltungen. 19

5.3.4       Sexualität 20

5.3.5       Kommunikation und Medien.. 21

5.3.6       Ausdruck und Gestalten.. 21

5.3.7       Natur 22

5.3.8       Kultur und Kunst 23

5.3.9       Technik. 23

5.3.10         Besondere Lebenssituationen. 24

6        Pädagogisches Konzept Hort 24

6.1       Genauerer Tagesablauf Hort 24

6.1.1       Essen.. 25

6.2       Bildungsangebote. 25

6.2.1       Freies Spiel 25

6.2.2       Bewegungs- und Konzentrationsspiele. 26

6.2.3       Lernstunde. 26

6.2.4       Feste und Geburtstage. 27

 

7        Qualitätssicherung. 27

7.1       Jahresplanung/ Wochenplan/ Reflexionen/ Beobachtungen. 27

7.2       Qualitätssicherung für das Personal 28

8        Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen. 28

9        Krisenleitfaden. 30

9.1       Unfälle. 30

9.2       Evakuierungsplan. 31

9.3       Vorgangsweise wenn ein Kind nicht abgeholt wird. 31

 

 

 

1      Einleitung

Der Kindergarten und Hort Sonnenschein besteht bereits seit 1975. Er wurde von Fr. Lichtenegger Marika mit nur einer Gruppe eröffnet. Damals befand sich der Kindergarten noch in der Laxenburgerstraße. Später übersiedelte der Kindergarten in die Angeligasse 34, seinem jetzigen Standort und wurde dann von „Kinder in Wien“ übernommen. Fr. Lichtenegger behielt die Leitung und vergrößerte den Kindergarten im Laufe der Zeit auf 3 Kindergarten- und 2 Hortgruppen.

2004 ging die damalige Leitung in Pension und übergab den Kindergarten an Fr. Petra und Fr. Martina Marschall, welche sich wieder von KIWI trennten und den Kindergarten nun als selbständigen Verein führen. Zurzeit werden im Verein Sonnenschein 104 Kinder im Alter zwischen 2 und 11 Jahren, in 3 Kindergartengruppen und 2 Hortgruppen betreut.

2      Rahmenbedingungen/ Situationsanalyse

2.1    Räumlichkeiten und Umfeld

Der Kindergarten befindet sich im Herzen des 10. Wiener Gemeindebezirks, in der Angeligasse 34, in einem ca. 100 Jahre alten Wohnhaus.

 

Straßenbahn: 67, 0                         Bus: 7A        

U- Bahn: U1, Stationen: Reumannplatz, Troststraße

Der Verein umfasst ca. 400m2 Nutzflächen im Erdgeschoss und im ersten Stock. 
Zu den im Erdgeschoss befindlichen Räumlichkeiten des Kindergartens zählen 2 Familiengruppenräume von ca. 40m2, ein Kindergartengruppenraum von ca. 60m2, eine Garderobe und ein Waschraum mit 5 WCs und 6 Waschbecken. Weiters gibt es eine Küche in der täglich frisch gekocht wird und einen zusätzlichen Mehrzweckraum von ca. 40m2 der zum Beispiel zum Turnen, für Kurse, Mittagessen der Hortkinder oder sonstige Aktivitäten genutzt wird.

Die beiden Hortgruppen befinden sich im ersten Stock und bestehen jeweils aus 2 Räumen. Einem großen Gruppenraum von ca. 40m2 und einem zusätzlichen Spielbereichsraum von ca. 15m2. Es befindet sich dort ebenfalls eine Garderobe, 4 WCs und eine kleine Teeküche. Am Nachmittag können auch die Hortkinder den 40m2 großen Mehrzweckraum nutzen. Im Erdgeschoss befinden sich das Büro der Leitung und ein Materialraum sowie eine kleine Personalküche.

Alle unsere Gruppen sind mit Bodenspiel-, Kuschel/Lese- und Puppenküchen-bereichen ausgestattet. In der gelben Gruppe befindet sich eine Hochebene, die den Kindern als zusätzliche Spielstätte dient. Im Mehrzweckraum, der auch als Bewegungsraum genutzt wird, befinden sich zwei Sprossenwände, Matten, Hühnerleitern sowie Langbänke und weitere Utensilien zur Bewegungsförderung wie Reifen, Bälle, Tücher, Balancierwege, Taststraße, Bobby Cars uvm.

 

2.2    Öffnungszeiten/ Ferienzeiten

Der Verein hat Montag – Donnerstag von 6:30 bis 17:30 geöffnet. Jeden Freitag sowie in den Sommerferien schließt er bereits um 17:00. Geschlossen ist ausschließlich zwischen Weihnachten und Silvester und die letzte Sommerschulferienwoche. Im Februar oder März bleibt ein Tag auf Grund einer pädagogischen Fortbildung geschlossen. Ansonsten ist der Verein das ganze Jahr durchgehend geöffnet.

 

 

2.3    Gruppenstrukturen

 

Bezeichnung

Art der Gruppe

Alter

Anzahl

1 Gruppe

Blaue Gruppe

Familiengruppe

2 – 4 Jahre

16 Kinder

2 Gruppe

Rote Gruppe

Familiengruppe

2 – 4 Jahre

15 Kinder

3 Gruppe

Gelbe Gruppe

Kindergartengruppe

4 – 6 Jahre

25 Kinder

4 Gruppe

Orange Gruppe

Hortgruppe

6 – 8 Jahre

22 Kinder

5 Gruppe

Blaue Gruppe

Hortgruppe

8 – 11 Jahre

22 Kinder

 

2.4    Personalstruktur

Im Verein Kindergarten und Hort Sonnenschein sind zurzeit 13 Personen angestellt.
In jeder der fünf Gruppen arbeiten je eine Pädagogin und eine Assistentin. Zwei
unserer Assistentinnen sind zusätzlich ausgebildete Montessoripädagoginnen. Zusätzlich beschäftigen wir eine Büroassistentin, eine Köchin und eine Putzfrau.

 

2.5    Aufnahmemodalitäten

In unseren Öffnungszeiten ist es möglich sich einen Termin mit der Leitung auszumachen, um eine Anmeldung vorzunehmen. Das Kind kann zu diesem Termin sehr gerne mitgebracht werden, damit beide Seiten die Möglichkeit haben einander kennen zu lernen. In diesem Gespräch erhalten die Eltern eine Informationsbroschüre zu unserem Haus und können die Räumlichkeiten besichtigen. Bei Interesse geben die Eltern eine Vormerkung ab, in der sie ihre Daten bekanntgeben. Die fixe Platzvergabe erfolgt spätestens Februar fürs kommende Kindergartenjahr. Bei den Hortplätzen warten wir auf den Brief mit der Platzzusage der Schule und vergeben dann die Plätze. Den Eltern wird telefonisch bekanntgegeben, ob sie einen Platz für ihr Kind erhalten. Danach findet ein zweites Gespräch mit den Eltern statt, bei dem auch die Anmeldegebühr verrechnet wird.

 

2.6    Die Elternarbeit

Wir versuchen unsere Eltern immer so gut es geht über den Kindergarten und Hortalltag zu informieren und sie am Geschehen teilhaben zu lassen. Zu diesem Zweck veranstalten wir regelmäßig Elternabende und Feste zu denen wir unsere Eltern herzlich einladen. Zusätzlich gibt es einmal im Jahr Entwicklungsgespräche, wo wir uns mit den Eltern unteranderem über Stärken und Schwächen sowie Interessen und Vorlieben der Kinder austauschen. Auf unserer Homepage können die Eltern durch Passwort geschützte Fotos von div. Tätigkeiten, Kursen, Ausflügen oder Festen ansehen.

 

2.6.1   Elternabende

Im Juni veranstalten wir den ersten Elternabend. Der ist für all jene, die im neuen Kindergartenjahr frisch bei uns starten. Hier erhalten die Eltern unter anderem alle wichtigen Informationen zur Eingewöhnung.

Im September findet dann ein Elternabend für alle Eltern statt. Hier erhalten sie die Informationen über die wichtigen Termine des Jahres, über die Jahresthemen der jeweiligen Gruppe, über das aktuelle Kursprogramm etc. Die Elternabende werden auch dazu genutzt gewisse Dinge abzustimmen wie ob ein Schwimmkurs oder ein Eislaufkurs auf mehr Interesse stößt.

Im Februar gibt es meistens einen Themenelternabend. Hier wird jedes Jahr ein anderes für die Eltern wichtiges Thema behandelt wie z.B. Jugendschutz, richtige Ernährung von Kindern, etc. Die Elternabende werden wahlweise von uns oder einem entsprechenden Experten geleitet.

2.6.2   Feste

Wir veranstalten zahlreiche Feste mit unseren Kindern und zu 3 dieser Feste laden wir jedes Jahr die Familie der Kinder mit ein. Im November findet unser Laternenfest statt. Hierzu sind unsere Eltern immer herzlich eingeladen. Wir veranstalten ein Laternenbasteln oder machen einen gemeinsamen Laternenumzug mit Eltern und Kindern. Am Ende des Schuljahres im Juni findet unser Sommerfest statt. Auch dies gestalten wir jedes Jahr anders. Es gab bereits ein Parkfest mit Stationen, ein Sportfest auf der Spielwiese, eine Rätselralley durch den Wald, eine Theatervorführung der Kinder im Pfarrsaal, etc.

Jedes Jahr wird ein anderes drittes Fest ausgewählt an dem die Eltern und die Familie der Kinder teilnehmen können. Wir hatten schon einen großen Faschingsball, ein Osterbasteln, ein Nikolofest, ein Weihnachtsbasteln sowie einen Ostereierlauf.

 

2.6.3   Gespräche/ Elterngespräche

Die Eltern haben täglich die Möglichkeit, bei einem kurzen Tür- und Angelgespräch mit der Pädagogin oder der Assistentin der Gruppe zu sprechen. Hier klären wir die für den Tag wichtigen Dinge oder erhalten von den Eltern wichtige Informationen über den aktuellen Zustand des Kindes.

Zusätzlich finden einmal im Jahr Entwicklungsgespräche statt. Hierfür können sich die Eltern einen Termin mit der Pädagogin ausmachen. Diese Gespräche finden im Büro statt und es ist ein Zeitraum von ca. 1 Stunde dafür vorgesehen. Hier informiert die Pädagogin die Erziehungsberechtigen über den Entwicklungsstand des Kindes, über Fortschritte oder auch Defizite, wenn diese vorhanden sind. Es werden Tipps zu Förderung gegeben und alle Fragen der Eltern werden beantwortet. 

3      Gestaltung des Tages

3.1    Tagesablauf Kindergarten

(variiert je nach Alter des Kindes/Gruppe)

06:30 – 08:00:          Sammelgruppe / freies Spielen
06:30 – 09:00:          Vormittagsjause: Diese findet buffetartig statt. So kann jedes Kind sein Frühstück zu sich nehmen, wann es möchte.
09:30 – 11:15:          gemeinsame Aktivitäten, Bildungsprogramm
(Sesselkreis, basteln, malen, singen, Turnsaal, bei Schönwetter Park, Ausflüge,…)
11:15 – 11:30:          Vorbereitung für das Mittagessen
(Kinder werden gewickelt, gehen Händewaschen, decken den Tisch, die Küchenhelfer gehen in die Küche und helfen bei der Vorbereitung, …)
11:30 – 12:00:           Mittagessen
anschließend freies Spielen bzw. Schlafstunde
14:30 – 15:00:          Nachmittagsjause
15:00 – 17:30:          freies Spielen / Fortsetzen des Bildungsprogrammes

 

3.2    Tagesablauf Hort

(variiert je nach Alter des Kindes/Gruppe)

12:00 – 13:45:          Die Kinder können im Speiseraum ihr Mittagessen einnehmen, parallel wird Freizeitprogramm wie singen, basteln, malen, spielen in den diversen Bereichen (Medienraum, Kuschelbereich, Lego, etc.) angeboten.

13:45 – 14:45/15:15: Lernstunde: Hier können die Kinder mit unserer Unterstützung die Hausaufgabe erledigen.

15:30 – 16:00:          Nach der Lernstunde können sich die Kinder mit einer Jause stärken.

16:00 – 16:30:          Freispiel / Park

16:45 – 17:30:          Sammelgruppe im Kindergarten

 

3.3    Die Verpflegung

Um dies zu gewährleisten, haben wir einen Ernährungsplan gemeinsam mit Ernährungsexperten erstellt.

Zusätzlich haben wir am Ernährungs-Projekt der Stadt Wien namens WINKI teilgenommen. Hier erhielten wir eine Auszeichnung für unseren Speiseplan.

           OPTIMALE SPEISEFREQUENZ LAUT WINKI-KRITERIEN

Hier wurde besonders darauf geachtet, dass die Kinder von allen Lebensmittelgruppen wie Eiweiß, Kohlenhydrate und Gemüse täglich die richtige Menge erhalten.

 

 

Wir haben eine eigene Köchin im Haus, die täglich mit viel Liebe und Engagement frisch für unsere Kinder kocht. Dadurch ist es uns auch möglich, den Kindern Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Farbstoffe, Glutamate, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und auch eine unnötig große Menge an Zucker weitgehend zu ersparen.
Selbst süße Nachspeisen wie z.B. Kuchen, die es auch am Speiseplan gibt, werden von der Köchin selbst und frisch gebacken.

Natürlich zieht sich unser Ernährungskonzept auch durch unsere Jausen. Die Kindergartenkinder erhalten täglich zwei und die Hortkinder eine Jause von uns. Die Vormittagsjause wird buffetartig gestaltet. Dies bedeutet, jedes Kind kann von 6:30 – 9:00 selbständig entscheiden, wann es jausnen möchte. Dies ist ein großer Vorteil für die Kinder, da nicht alle zum selben Zeitpunkt hungrig sind.
Es steht den Kindern immer ein Jausentisch zu Verfügung, an dem eine Kollegin den Kindern beim Zubereiten der Jause hilft und ihnen beim Essen Gesellschaft leistet.

Hier finden sie im Anschluss unseren Jausenplan:

Montag:

 

Porridge mit Früchten

 

 

Obstjause

Dienstag:

Cornflakes mit Milch und Obst

Weckerln mit selbst gemachten Aufstrich und Gemüse

 

Mittwoch:

Krustenbrot mit süßem Aufstrich (Marmelade, Nutella, Honig)

Vollkorntoast mit Käse und Gemüse (wie oben immer abwechselnd)

Donnerstag:

Müsli mit Joghurt und Früchten

 

Gemüsesticks mit Dipp oder

Obstsalat

Freitag:

Schwarzbrot mit Käse, Schinken und Eiern

buffetartige Jause mit Obst und Gemüse

 

Essen ist bei uns…

… wertfrei. Es gibt kein gesund/ungesund. Nachspeisen werden nicht als Belohnung oder Bestrafung eingesetzt. Auch wenn ein Kind die Hauptspeise nicht gegessen hat, darf es die Nachspeise bekommen. Wir belohnen kein Kind, weil es aufgegessen hat oder bestrafen ein Kind, dass nicht aufessen möchte oder kann.

… kommunikativ. Während des Essens darf geplaudert werden.

… kein Zwang. Wenn ein Kind äußert, dass es keinen Hunger mehr hat, wird dies akzeptiert. Niemand muss aufessen.

… kein Stress. Jedes Kind soll in Ruhe essen können und genug Zeit dafür zur Verfügung haben.

… Neues probieren. Jedes Kind kostet – bis auf 2 Ausnahmen – alles. Die Kostproben sind jedoch sehr klein gehalten.

… maßvoll. Eine Portion ist in der Regel eine Handgröße. Dies gilt auch für Kinderhände.

3.4    Gestaltung der Ruhephase

Wir bieten den Kindern unter 4 Jahren, in einer gemütlichen Atmosphäre, die Möglichkeit einer Ruhephase an. Zwischen 12.00 und 14.00 gehen die jüngsten Kinder im Haus in die rote Gruppe. Dort hat jedes Kind seine eigene Matratze mit den mitgebrachten Schlafutensilien (Bettwäsche, Kuscheltier, Schnuffeltuch, Schnuller). Mit beruhigender Musik können die Kinder entspannt einschlafen.

Die Kinder müssen nicht schlafen, sie können sich auch nur ausrasten. Wer früher wach ist, darf in die andere Gruppe gehen. Die älteren Kinder haben auch die Möglichkeit, wenn sie müde sind, sich auszurasten oder schlafen zu gehen.

 

 

3.5    Organisation von Ausflügen/ Ausgängen

Wir bieten unseren Kindern auch die verschiedensten Projekte und Ausflüge an, da es uns ein Bedürfnis ist den Kindern so viel Wissen über Kultur, Kunst, Naturbegegnungen und anderen Werten mit auf den Weg zu geben.

Wir möchten den Kindern die unterschiedlichsten Erlebnisräume zugänglich machen, in denen sie spielerisch mit der Natur in Kontakt treten, natürliche Materialien kennenlernen und benennen und im Wald auf Entdeckungsreise gehen können.

Einmal in der Woche gibt es einen Ausflugstag, wo wir mit den Kindern etwas unternehmen. Der Ausflug mit 25 Kindern wird von 1 Pädagogin und 2 Assistentinnen begleitet. Für Notfälle haben wir immer ein Erste Hilfe Bag, die Notfalladressen der Eltern und die Anwesenheitsliste dabei. Im Ernstfall könnte eine Assistentin mit einem verletzten Kind ins Krankenhaus fahren und die zwei Kolleginnen können die Ausflugsgruppe sicher in den Kindergarten zurückbringen.

Am Tag des Ausflugs kommen die Kinder etwas früher in den Kindergarten und wir besprechen mit ihnen den Ablauf (Wo gehen wir hin und was machen wir dort? (z.B. Planetarium) - welche Planeten kennt ihr? Habt ihr schon einmal eine Sternschnuppe gesehen?) etc.

Nach dem Mittagessen setzen wir uns noch einmal in der Gesamtgruppe zusammen und machen eine kleine Nachbesprechung über den Ausflug (Was hat euch besonders gefallen?, Was habt ihr euch gemerkt?).

 

Ein Einblick in unsere Ausflugsziele, die auch auf Wunsch der Kinder basieren:

  • City Farm mit Kürbisernte, Workshops zu div. Themen

  • Mittelalterführung im Belvedere

  • Kartoffelernte am Bio-Bauernhof Prentlhof

  • Mit dem Schlossgespenst Poldi durch Schönbrunn

  • Schokoladenmuseum Heindl

  • Haus des Meeres

  • Weihnachtszirkus im Prater

  • Besuch am Christkindlmarkt

  • Figurentheater Lilarum

  • Sicherheitstraining der Wiener Linien

  • Technisches und Kunsthistorisches Museum

  • ORF- Zentrum

  • Flughafen Visit-Air

  • Tiergarten Schönbrunn

  • Blumengärten Hirschstetten

  • Seegrotte Mödling

  • Wildpark Sparbach

  • Besuch am Markt (Gemüse und Obst für die Jause einkaufen)

  • Indoorspielplätze (Bogie-Park und Fun4Kids)

 

Auch auf die Verkehrserziehung legen wir großen Wert. Dies bedeutet nicht nur das Erlernen der Verkehrsregeln, sondern die Kinder entwickeln stetig ihre sensomotorischen Fähigkeiten weiter, die sie unter anderem auch dazu benötigen, komplexe Verkehrssituationen zu bewältigen. Dies hilft den Kindern die Kompetenzen zu entwickeln, die sie später benötigen (z.B. den Schulweg eigenständig bewältigen können). Auch Sachgespräche finden bei uns über die Verkehrserziehung statt (Wie verhalte ich mich im Straßenverkehr?, Was muss ich beachten?, Welche Notrufnummern gibt es?). Jedes Jahr machen wir zu diesem Thema auch einen Workshop mit einem Polizisten, der zu uns in den Kindergarten kommt und mit unseren Kindern das Projekt Verkehrserziehung erarbeitet.

Zusätzlich haben wir einmal im Jahr eine Führung mit einem Team der Wiener Linien, die den Kindern den richtigen Umgang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vermittelt und auf möglichen Gefahren hinweisen. Es folgt eine Nachbesprechung mit den Kindern im Kindergarten. Hier wiederholen wir noch einmal gemeinsam die wichtigsten Informationen die wir bei den jeweiligen Ausflügen der Verkehrserziehung mitgenommen haben.

4      Pädagogische Ansätze und Inhalte

4.1    Schwerpunkt: Freies Spiel

Unter freiem Spiel verstehen wir den Zeitraum, in dem das Kind selbständig entscheidet, was, mit wem, wann und wie es sich beschäftigen möchte. Zur Verfügung stehen den Kindern pädagogisch wertvolle Gesellschaftsspiele, Mal- und Bastelutensilien, Bilderbücher, div. Spielbereiche mit Ausstattung, Konstruktionsspiele, Kleine-Welt-Spiele, Puppen und Handpuppen uvm.

Das freie Spiel wird in unserem Kindergarten und Hort als besonders wichtig erachtet, da es die wichtigste kindliche Lernform ist und einen eigenständigen Prozess zulässt.

Spiel ist ein Mittel zur:

  • Selbstentfaltung

  • Förderung der Selbständigkeit

  • Verwirklichung von Plänen

  • Entwicklung von körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Geschick

  • Ausdauer

  • Konzentration

  • Fantasie

  • Aufbau und Pflege sozialer Beziehung

  • Übung von Absprachen

  • Rücksichtnahme

  • Entfaltung der Lebensfreude

  • Auseinandersetzung mit Regeln

Wichtig hierbei ist es uns, den Kindern qualitativ hochwertiges Spielmaterial in passenden Aufbewahrungen sowie liebevoll gestaltete Spielbereiche anzubieten. Die Auswahl wird durch die Pädagogin auch in Hinblick auf ihre Jahresplanung und unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Kinder vorgenommen. Wir achten darauf, dass die Kinder neben dem Programm genügend Zeit für freies Spielen zur Verfügung haben.

 

4.2    Schwerpunkt: Gesundheit

Wir sind der Überzeugung, dass Kinder nur mit einem gesunden Geist und Körper optimal lernen, wachsen, experimentieren, sich versuchen und sich entwickeln können.

Für einen gesunden Geist ist es besonders wichtig, sich in seiner Umgebung geborgen und wohl, angenommen und verstanden zu fühlen. Deshalb liegt einer unserer Schwerpunkt darin, den Kindern eine warmherzige, positive, humorvolle, offene und verständnisvolle Umgebung zu schaffen.
Denn erst, wenn die Kinder richtig angekommen sind und sich in der von uns familiär und liebevoll gestalteten Umgebung eingelebt haben, kann der Kompetenzerwerb der Kinder beginnen.

Um den Körper der Kinder gesund zu halten, ist ein weiterer Schwerpunkt in unserem Haus viel Bewegung an der frischen Luft sowie den Kindern täglich frisch gekochte, abwechslungsreiche und gesunde Mahlzeiten zu Verfügung zu stellen.

 

4.3    Eingewöhnung/ Transition

Transition (Eingewöhnung) im Kindesalter entsteht durch Veränderung der Familienstruktur sowie durch den Eintritt in eine elementare Bildungseinrichtung. Der Eintritt in den Kindergarten ist einer der ersten Trennungserfahrungen des Kindes und stellt für die gesamte Familie eine Phase da, die besonderer Aufmerksamkeit bedarf. Ab hängig von bisherigen Erfahrungen, Familienstruktur und der Persönlichkeit des Kindes gestaltet sich die Eingewöhnung individuell.

In den ersten Wochen der Eingewöhnung kümmern sich ausschließlich die Pädagogin /Assistentin der Gruppe um das Kind, die es besucht. Mit der Eingewöhnung sollten sich die Eltern mindestens 4 Wochen Zeit nehmen. Immer nur ein Kind beginnt um eine bestimmte Zeit, damit die Erzieher sich bewusst Zeit für dieses Kind nehmen kann. Das Kind wird in der Gruppe herzlichst begrüßt und den anderen Kindern vorgestellt. Es lernt die Gruppe und neue Eindrücke kennen. Am ersten Tag ist es üblich, dass Mama oder Papa für eine Stunde mit in die Gruppe kommt, um dem Kind noch eine gewisse Sicherheit zu geben. Das Kind kann sich frei in der Gruppe bewegen oder wenn es unsicher ist, darf es auch noch am Schoß der Eltern sitzen bleiben und das Geschehen in der Gruppe beobachten. Nach der Stunde wird das Kind mit seinem Elternteil wieder verabschiedet. Am darauf folgenden Tag bleibt das Kind für ca. eine halbe Stunde alleine in der Gruppe, das heißt, ohne Mama oder Papa. Die Pädagogin/Assistentin ist stets bei dem Kind und versucht es für ein Spiel zu begeistern, zeigt ihm den Puppenbereich, Kuschelbereich und vieles mehr in der Gruppe. Es wird darauf geachtet, dass sich das Kind in der neuen Umgebung wohlfühlt und sich langsam an das Personal und die Kinder gewöhnt. Die Betreuer versuchen auch eine Vertrauensbasis aufzubauen. Wenn es dem Kind schwerfällt, wird gleich der Elternteil, der draußen wartet, hinzugezogen. Dieser Ablauf wiederholt sich in den kommenden Tagen. Wenn die Pädagogin nach Tagen merkt, dass es dem Kind schon leichter fällt, allein ohne Eltern in der Gruppe zu bleiben, wird von Tag zu Tag die Anwesenheitszeit verlängert, bis hin zum Mittagessen, Ruhezeit, Jause und Nachmittagsbetreuung. In etwa einem Monat sollte die Eingewöhnung auf sanftem Wege abgeschlossen sein. Da wir sehr auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen, kann die Eingewöhnung auch mal abweichen und auch länger dauern, aber auch kürzer, jedes Kind hat sein eigenes Tempo. Während der Eingewöhnung ist es jedoch für die Kinder wichtig, dass sie wissen, dass die Eltern nicht weit weg sind (Garderobe, Hof). Wichtig ist es auch, dass sich die Eltern immer verabschieden sollten und sich nicht rausschleichen. So sind wir am besten Wege, die Kleinen sicher und unkompliziert einzugewöhnen.

 

4.4    Kursangebot

Wir bieten im Haus verschiedenste Kurse für Kindergarten- wie auch Hortkinder an, die immer wieder den Interessen der Kinder anpasst werden. Momentan können die Kindergartenkinder einen Englisch- sowie einen Bewegungskurs besuchen und die Hortkinder haben die Möglichkeit, Gitarre zu lernen.  

5      Praktische Umsetzung der pädagogischen

5.1    Kompetenzerwerb

Wir fördern die Kinder in den folgenden Bereichen:

  • Soziales Lernen

  • Emotionale Erziehung

  • Selbstständigkeit und Persönlichkeitsentwicklung

  • Ethische Bildung

  • Mathematische Bildung

  • Sprachliche Bildung

  • Naturwissenschaftliche und technische Bildung

  • Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung

  • Musikalische Bildung

  • Gesundheitserziehung

  • Bewegungserziehung

  • Umweltbildung und -erziehung

 

5.1.1   Sensomotorische-psychomotorische Kompetenz

Als Sensomotorik bezeichnet man das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Leistungen. Damit ist die Steuerung und Kontrolle der Bewegung, im Zusammenspiel mit Sinnesrückmeldungen gemeint. Der Begriff Psychomotorik bezeichnet die wechselseitige Beziehung der Psyche, also der Seele und der Motorik, da diese nie unabhängig voneinander funktioniert. Bewegung gehört zu den Grundbedürfnissen und ist maßgeblich dafür entscheidend. Durch Bewegung erreichen Kinder:

  • bessere Reaktionsfähigkeit

  • Selbstbewusstsein

  • Bessere Konzentration

  • Geringeres Unfallrisiko

  • Glücklichsein und Ausgeglichenheit

  • Soziale Teamfähigkeit

  • Mehr Kraft und Ausdauer

  • Mehr Beweglichkeit

  • Leichteren Stressabbau

  • Gesundheit

  • Besseres Gleichgewicht

  • Selbstvertrauen

  • Kreativität und Erfindungsreichtum

  • Bessere Laune

Daher bieten wir Tänze, Bewegungsspiele sowie -lieder, Turnen im Bewegungsraum, Spaziergänge, den Besuch von Spielplätzen und Ausflüge an.

 

5.1.2   Emotional – Sozial – Ethische Kompetenz

Emotionale Kompetenz ist die Fähigkeit die eigenen Gefühle wahrzunehmen, zu zeigen und in weiterer Folge zu formulieren. Die soziale Kompetenz ist die Fähigkeit, den Umgang mit anderen Kindern und Erwachsenen außerhalb der Familie zu erlernen und einen Platz in der neuen Umgebung zu finden.

Ethische Kompetenz ist die Fähigkeit respektvoller, achtsamer und wertfreier Umgang mit sich selbst, seiner Umwelt (Tiere und Pflanzenwelt) und anderen Mitmenschen, egal welcher Herkunft, Religion und sozialer Schicht. Kinder bekommen Werte vermittelt, die ihnen Orientierung für ihr Handeln und Denken geben sollen. Unterschiedlichkeit wird den Kindern positiv vermittelt.

 

5.1.3   Sprachlich – kommunikative Kompetenz

Unter kommunikativer Kompetenz wird die Fähigkeit verstanden, die gesprochene Sprach zu verstehen und selbst einzusetzen. Kinder lernen die Sprache zu erkennen und seine alltägliche Funktion wahrzunehmen. In unserem Kindergarten und Hort wird vorwiegend Deutsch gesprochen. Für einige Kinder erfolgt mit dem Eintritt in den Kindergarten die erste Auseinandersetzung mit dieser Sprache.   

 

5.1.4   Kognitive Kompetenz

Unter kognitiven Kompetenzen versteht man die Fähigkeit zu logischem Denken, die Erfassung von Zusammenhängen sowie die Merkfähigkeit. Kinder lernen ihr Umfeld gedanklich zu erfassen und verstehen.  

 

5.2    Umsetzung der Prinzipien nach dem Wiener Bildungsplan

5.2.1   Individualisierung und Differenzierung

In der Umsetzung der pädagogischen Arbeit ist es uns besonders wichtig auf das Prinzip der Individualisierung Rücksicht zu nehmen. Wenn die Kinder in unseren Kindergarten eintreten, kommen sie mit unterschiedlichen Hintergründen und Vorgeschichten, auf die wir eingehen. Wir holen jedes Kind dort ab, wo es ist und sehen jedes Kind als eigenes Individuum mit jeweiligen Stärken und Interessen. Jedes Kind soll über Freiheiten verfügen, die ihm helfen das eigene Ich zu entwickeln. Um die Kinder in ihrer Individualität wahrzunehmen, nutzen wir unsere Beobachtungsbögen sowie den Austausch mit Eltern und Kollegen um verschiedenste Sichtweisen einzubringen.

5.2.2   Ganzheitlichkeit

Da Kinder mit allen Sinnen erfassen, begreifen und lernen ist es uns besonders wichtig auf die Ganzheitlichkeit in unseren Bildungsangeboten zu achten. Themen werden vielseitig behandelt unter Rücksichtnahme auf Bewegung, Emotionalität, den kognitiven und den körperlichen Bereich.

5.2.3   Vielfalt

Wir nehmen in unserer Arbeit mit den Kindern und Eltern Vielfalt wahr und berücksichtigen diese in unserem Bildungsangebot. Wir bringen den Kindern die Landeskultur nahe und stellen Bezüge zu ihren Lebenswelten her. Zur Erleichterung der Eingewöhnung versucht das Personal das Kind mit einigen Worten seiner Landessprache anzusprechen. Auch das Personal und die Leitung nehmen eine Vorbildwirkung bezüglich Vielfalt ein, so dass die Kinder die Unterschiede positiv wahrzunehmen lernen.

5.2.4   Bildungspartnerschaften

Um die Kinder optimal betreuen zu können, pflegen wir einen regen Austausch mit allen Personen, die an der Bildung des Kindes beteiligt sind. Dies ist wichtig, um eine einseitige Sicht auf das Kind zu vermeiden und transparent zu arbeiten. Hierfür nutzen wir Entwicklungsgespräche mit den Eltern (einmal pro Jahr), Elternabende sowie Tür und Angelgespräche. Bei Bedarf schließen wir uns mit Experten, Psychologen, Lehrern etc. zusammen. Vor allem mit dem Personal und der Leitung der Praxisvolksschule Grenzackerstraße pflegen wir regen Austausch unsere Hortkinder betreffend.

 

5.3    Praktische Umsetzung der Bildungs- und Erlebnisbereiche

5.3.1   Psychisches und physisches Wohlbefinden

Kinder brauchen Geborgenheit, Sicherheit und ein gesundes Umfeld, um sich wohl fühlen zu können. Fühlen sich Kinder sicher und geborgen, steigt das Interesse und die Aufmerksamkeit auf ihr Umfeld. Sie sammeln somit neue Erfahrungen. Unser Personal bemüht sich daher, die Grundbedürfnisse der Kinder wahrzunehmen und zu erfüllen, eine Beziehung zum Kind aufzubauen, Halt und Sicherheit zu geben, die Ängste und Sorgen der Kinder zu respektieren und eine familiäre Atmosphäre zu bieten, wie: kuscheln, umarmen, am Schoß sitzen.

Bildungsprogramm:

  • Bilderbücher dem Thema entsprechend

  • Sinnesmaterial (fühlen, tasten, erleben, hören)

  • Rollenspiele um Emotionen aufzuarbeiten

  • Kuschelbereich

 

5.3.2   Soziale Beziehung: Familie – Gruppe – Grätzl

Die Kinder kommen erstmals aus der gewohnten Umgebung, aus ihrer kleinen Welt, in ein neues Umfeld und müssen sich in einer größeren Gemeinschaft zurechtfinden. Hier sind neue Bezugspersonen, neue Räumlichkeiten, eine neue Umgebung, ein neuer Tagesablauf, andere Strukturen, neue Kulturen, oftmals eine neue Sprache und andere Kinder. Kinder erleben hier sowohl positive als auch negative Gefühle wie zum Beispiel Freude als auch Enttäuschung. Dies ist eine wichtige Erfahrung fürs ganze Leben.

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Wir holen jedes Kind dort ab, wo es sich emotional und sozial befindet.

  • Wir bauen eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung, frei von jeglichen Vorurteilen mit den Kindern und ihren Eltern auf, damit sie sich geborgen fühlen.

  • Wir pflegen einen familiären Umgang mit dem Team, den Kindern und Eltern.

  • Damit sich auch die Kinder mit einer anderen Muttersprache gut einleben können und wohlfühlen, versuchen wir am Anfang beruhigende Worte in ihrer Sprache zu sprechen.

Bildungsprogramm:

  • Kennenlernspiele, Vertrauensspiele

  • Visualisierung von Regeln durch Symbole (Smilies) und Fotos/Bilder

  • Gemeinsames Spielen in den unterschiedlichen Bereichen

  • Gemeinsames Essen

  • Bücher zum Thema Konflikte und Emotionen

  • Gefühlsuhr, Gefühlsbarometer

  • Rollenspiele

  • Kennenlernen der Umgebung, Spielplätze in der Nähe, Spazieren gehen

  • Kleine Einkäufe auf den Markt und in den Supermarkt

 

5.3.3   Ethik und Werthaltungen

Durch die geografische Lage des Kindergartens (10. Bezirk) hat die ethische Kompetenz bei uns einen festen Bestandteil in unserer Arbeit. Wir sind sehr multikulturell, haben Kinder aus allen Ländern, sozialen Schichten und unterschiedlichen Religionen. Es ist uns und den Eltern der Kinder unseres Kindergartens ein großes Anliegen und Bedürfnis Traditionen der österreichischen Kultur in unserem Haus näher zu bringen und zu vermitteln, nehmen aber natürlich auch Rücksicht auf ihre kulturellen Bräuche. 

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Wir akzeptieren und respektieren jeden so wie er ist.

  • Wir lassen die Äußerungen der Kinder zu und nehmen sie ernst und dadurch erlebt sich das Kind als wertvoll und wichtig.

  • Respektvolle Umgangsformen untereinander

  • Fragen der Kinder kindgerecht beantworten

  • Wir bieten einen alternativen Speiseplan (z.B.: ohne Schweinefleisch, vegetarisch) an.

Bildungsprogramm:

  • Feste der österreichischen Kultur besprechen, vorbereiten (Rollenspiele, Bastelarbeiten, Lieder, Bücher) und feiern

  • Zu uns kommen der Nikolo, das Christkind, der Osterhase

  • Wir feiern das Laternenfest

  • Feste anderer Kulturen und Religionen werden thematisiert

  • Hauswirtschaftliche Tätigkeiten

  • Zusammen mit Eltern und Kindern Feste feiern

  • Tischkultur (Kinder dürfen selbständig den Tisch decken, wöchentliche Helferlein, gemeinschaftliche Essen)

  • Richtiger Umgang mit Tieren und Pflanzen besprechen

  • Sammelaktionen für die Gruft

  • Stöpselsammlung für behinderte Kinder

 

5.3.4   Sexualität

Oft wird Sexualerziehung mit Aufklärung gleichgestellt. Sexualerziehung beinhaltet, Kinder in ihrer sinnlichen Entwicklung zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit geben, eine positive Einstellung zum eigenen Körper und der eigenen Sexualität zu entwickeln. Jedes Kind hat das Recht, über seinen Körper selbst zu bestimmen, anderen Gegenüber Grenzen zu setzen (Bussi geben, Berührungen). Das Bedürfnis nach Nähe und Zärtlichkeit ist bei den Kindern unterschiedlich ausgeprägt, sie müssen darauf sensibilisiert werden, zwischen Guten und schlechten Berührungen zu unterscheiden. Jedes Kind hat das Recht „NEIN“ sagen zu dürfen und muss gleichzeitig lernen, die Grenzen des anderen zu wahren.

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Grenzen des Kindes erkennen und wahren

  • Schamgefühl des Kindes respektieren

  • Körperteile richtig benennen und nicht verniedlichen

  • Gefühle unterscheiden und mit Worten benennen

Bildungsprogramm:

  • Rollenspiele

  • Bilderbücher zum Thema

  • Sachgespräche

  • Sinnesmaterial (angenehm-unangenehm)

5.3.5   Kommunikation und Medien

Die kognitive Kompetenz ist die Fähigkeit zu denken, Wissen aus allen Bereichen zu erwerben und dieses sinngemäß einzusetzen. Ein wichtiger Teil dieser Kompetenz ist die Sprache. Sie ist eines der wichtigsten Kommunikationsmittel, damit ist es und möglich in Kontakt mit anderen Personen zu treten. Im Kindergarten gelingt dies dem Kind nur, wenn es sich sicher und geborgen fühlt.  Kinder haben so die Möglichkeit Konfliktsituationen verbal zu lösen und seine Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken.

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Wir sind sprachliche Vorbilder für die Kinder (Höflichkeitsformen)

  • Wir nehmen uns Zeit zum Zuhören

  • Auf Fragen des Kindes eingehen

  • Wir überwinden sprachliche Barrieren durch Körpersprache und mit Hilfe von Gegenständen

  • Unser Personal spricht perfekt Deutsch

  Bildungsprogramm:

  • Freude an der Sprache finden (Lieder, Gedichte, Reime, Fingerspiele, Singspiel)

  • Erzählrunden anbieten

  • Bücher und Geschichten

  • Theaterbesuche

Einmal in der Woche kommt unsere Leseomi zu Besuch. Sie liest in einer Kleingruppe in einer gemütlichen Atmosphäre altersgerechte Geschichten vor und bespricht diese dann mit den Kindern.

 

5.3.6   Ausdruck und Gestalten

Kinder können Erlebnisse, Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken durch kreatives Gestalten Ausdruck verleihen. Kinder interpretieren in kreative Arbeiten ihre Gefühle und Emotionen, hierbei zählt nicht das Ergebnis, sondern die Freude am Tun selbst.

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Vielfältiges Material zur Verfügung stellen

  • Keine Wertung von kreativen Tätigkeiten des Kindes

  • Individuell auf das Kind und seine Bedürfnisse eingehen und nach seinen Möglichkeiten fördern.

 

Bildungsprogramm:

  • Mal- und Basteltisch

  • Ausdruckstanz

  • Sinnesmaterial

  • Lieder

 

 

5.3.7   Natur

Kinder sind von Natur aus interessiert und wissbegierig, sie wollen forschen, experimentieren, beobachten und Antworten auf ihre Fragen finden. In der Natur werden alle Sinne angesprochen und sensibilisiert. Sie erlangen leichter ein Verständnis für den Erhalt einer sauberen Umwelt und für die Werte anderer Lebewesen.

Bewegung in der Natur:

  • Soziales Umfeld wird erweitern

  • Verantwortungsbewusstsein wird gestärkt

  • Gesundheit und Immunsystem wird gestärkt

  • Stressabbau

  • Sauerstoff und Energie tanken

  • Körperliche Ertüchtigung

  • Umweltbeobachtung

 

Dies setzen wir bei uns wie folgt um:

  • Vorbildwirkung (kein Müll am Boden)

  • sorgfältiger Umgang mit Lebewesen

  • Fragen der Kinder kindgerecht beantworten

 

Bildungsprogramm:

  • Regelmäßige Bewegung in der Natur

  • Sammeln und Basteln mit Naturmaterialien

  • Ausflüge bei jedem Wetter

  • Sachgespräche (Wetter, Jahreszeiten, Tiere, Pflanzen)

  • Beobachten von Tieren

  • Gemüse und Kräuter anpflanzen

  • Bilderbücher zum Thema

 

5.3.8   Kultur und Kunst

Kultur und Kunst umfasst viele Bereiche, wie zum Beispiel Beobachtungen der Architektur beim Spazieren gehen, bei Besuchen eines Theaters oder beim bildnerischen und kreativen Gestalten. Kinder, aller sozialen Schichten, können dadurch einen Einblick der verschiedenen Kunst und Kulturangebote gewinnen, erleben und ausprobieren.

Dies setzten wir bei uns wie folgt um:

  • Eigenes Interesse den Kindern vermitteln

  • Andere Kulturen akzeptieren

  • Bildungsprogramm:

  • Theaterbesuche

  • Spaziergänge mit Augenmerk auf die kulturellen Angebote

  • Museumsbesuche

  • Mittwochsausflugstag

  • Marktbesuche / Bauernmarkt

  • Erlernen neuer Techniken und Kennenlernen neuer Materialien

  • Sachgespräche der verschiedenen Kulturen

  • Verschiedenes Konstruktionsmaterial anbieten

 

5.3.9   Technik

Kinder sind täglich von Technik umgeben: Küchengeräte, Verkehrsmittel, Telefon, PC, TV usw. Aufgrund ihrer natürlichen Neugierde hinterfragen sie Funktionsweisen „Wie geht’s das?“, „Warum dreht sich das?“. Interessant für Kinder ist das An- und Ausschalten, Öffnen und Schließen der Geräte, Bauen und Konstruieren mit unterschiedlichen Materialien, Erfassen von Mengen-Größen, geometrischen Formen und Zahlen.

Dies setzten wir bei uns wie folgt um:

  • Fragen beantworten

  • Möglichkeit zum Experimentieren lassen

  • Konstruktionsspiele

Bildungsprogramm:

  • Miteinbeziehen in hauswirtschaftlichen Tätigkeiten (Mixen, Staubsaugen, Licht auf-und abdrehen)

  • Baubereich

  • Form und Farbspiele

5.3.10                Besondere Lebenssituationen

Kinder werden mit vielen verschiedenen Lebenssituationen und Kulturen konfrontiert. Diverse Lebenssituationen (Trennung, Tod, Geburt …) überfordern die Kinder häufig. Intensive Gespräche der Eltern mit uns sind daher sehr wichtig, um auf die Bedürfnisse des Kindes eingehen zu können.

Dies setzten wir bei uns wie folgt um:

  • Sorgen und Ängste der Kinder immer ernst nehmen und gemeinsam aufarbeiten.

  • Bei Bedarf professionelle Hilfe zu Rate ziehen.

  • Elterngespräche

Bildungsprogramm:

  • Bilderbücher

  • Rollenspiele

  • Gespräche

 

6      Pädagogisches Konzept Hort

6.1    Genauerer Tagesablauf Hort

Es gibt die Möglichkeit einer Frühbetreuung ab 06:30. Die Kinder können auf Wunsch bei uns frühstücken und werden dann in die Schule begleitet. Nach dem Unterricht werden die Kinder der 1. und 2. Klasse von uns von der Schule abgeholt. Die Kinder von der 3. und 4. Klasse kommen als Gruppe selbständig in den Hort.

Nach dem Mittagessen und einer Freispielzeit beginnt die Lernstunde. Die Kinder der 1. und 2. Klasse haben dafür eine Stunde zur Verfügung. Die Kinder der 3. und 4. Klasse haben schon etwas mehr Hausaufgabe und haben deshalb bis 15:15 Zeit (eineinhalb Stunden). Wir helfen den Kindern, wenn sie Unterstützung brauchen und die Kinder können Gebrauch von den vielen lernunterstützenden Materialien machen. Nach der Lernstunde und der anschließenden Jause findet bei Schönwetter ein Parkbesuch statt, ansonsten können die Kinder frei spielen.

Jeden Freitag macht der Hort einen Ausflug in einen Park der näheren Umgebung um den Kindern Bewegung zu ermöglichen. Eventuelle Hausaufgaben werden zu Hause erledigt. Für die ganzheitliche Entwicklung des Kindes ist es wichtig, dass auch die Eltern Interesse an den schulischen Pflichten des Kindes zeigen.

An schulfreien Tagen können die Hortkinder Betreuung von 06:30-17:30 in Anspruch nehmen.

 

6.1.1   Essen

Das Mittagessen wird täglich frisch von unserer Köchin zubereitet. Mit Hilfe unserer Anwesenheitsliste haben wir einen Überblick, ob alle Kinder essen waren.
Die Mahlzeiten erhalten die Kinder von uns und dürfen dabei selbst entscheiden, ob sie eine Kostprobe, eine kleine oder normale Portion möchten. Wir legen einen besonderen Wert darauf, dass die Kinder das Besteck richtig benützen, sie den Platz sauber verlassen und uns informieren, wenn sie den Speisesaal verlassen und in den Gruppenraum gehen. Darüber hinaus gibt es beim Mittagessen und bei der Jause freiwillige Küchenhelfer. Sie übernehmen dabei Aufgaben wie das Geschirr in die Küche bringen und das Abwischen der Tische. Die Nachmittagsjause wird im jeweiligen Gruppenraum angeboten.  
Ziele:

  • Schaffen einer familiären Situation, um einen Austausch zu ermöglichen

  • Erwerb von Tisch- und Esskultur

  • Vermittlung der Wichtigkeit einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung

 

 

6.2    Bildungsangebote

6.2.1   Freies Spiel

Die Kinder dürfen in der Freispielphase ihre Beschäftigung selbst wählen. Dabei steht ihnen ein breites Spektrum an Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung: Gesellschaftsspiele, Rollenspiel, Konstruktionsspiele und kreative Beschäftigungen.
In dieser Phase haben die Kinder auch die Möglichkeit zur Entspannung und Regeneration vom Schulalltag. Wir stehen den Kindern bei Bedarf beratend und unterstützend zur Seite.
Ziele:

  • Voneinander und miteinander lernen durch Beobachten und Nachahmen

  • Förderung der Entscheidungsfähigkeit

  • Erlernen einer Spiel- und Streitkultur wie Regeln einhalten und Konflikte lösen

  • Vertretung der eigenen Interessen

  • Ermöglichen von Erfolgserlebnissen

  • Aufbau der Frustrationstoleranz

In der Freispielphase haben die Kinder auch die Möglichkeit unsere Bildungsangebote wahrzunehmen. Dazu zählen jahreszeitbezogene Angebote wie Singen, Musizieren, Gestalten, Rhythmik, Sachgespräch und Experimente. Um ihre eigenen Interessen in den Hortalltag einbringen zu können haben die Kinder die Möglichkeit am Spielzeugtag ein Spiel von zu Hause mit in den Hort zu nehmen. Dieser findet bei uns immer montags statt.
Ziele:

  • Vorbild sein, damit die Kinder durch Nachahmung lernen können

  • Neugierde und Wissbegierde der Kinder erwecken

  • Wertschätzenden Umgang vorleben, fördern und üben

 

6.2.2   Bewegungs- und Konzentrationsspiele

Wir legen Wert darauf, dass sich die Kinder vor Beginn der Lernstunde ausreichend bewegen können und wir durch Konzentrationsspiele den Übergang in die Lernstunde einleiten.
Ziele:

  • Abbau geistiger und körperlicher Blockaden

  • Aktivieren beider Gehirnhälften

  • Förderung eines harmonischen Gruppenklimas

 

6.2.3   Lernstunde

Für uns ist die Betreuung bei der Erledigung der Hausaufgaben ein wesentlicher Aspekt des Hortes. Die Lernzeit wird für schulische Aktivitäten genutzt wie: Hausübungen, Lernblätter, Vorbereitung für bevorstehende Tests, Schularbeiten etc.
Wir achten darauf, dass die Kinder die Aufgabenstellung selbstständig erarbeiten. Bei nicht verstandenen Aufgabenstellungen bieten wir den Kindern Hilfestellung an. Hierbei versuchen wir gemeinsam mit dem Kind Lösungswege zu erarbeiten. Außerdem stehen den Kindern Lernhilfen wie z.B. Rechenschieber, Hundertertafeln, Holzwürfel, Malreihen und ähnliches zur Verfügung. Es wird überprüft, ob die Kinder die Aufgabenstellung verstanden und den erlernten Stoff erfassen können.

Darüber hinaus erfolgt bei Bedarf ein Austausch mit den Eltern und der Schule über den Lernverlauf des Kindes.

Ziele:

  • „Hilf mir es selbst zu tun“, Anleitungen zum Lernen

  • Erledigung der Hausaufgabe, um die Freizeit zu Hause genießen zu können

 

6.2.4   Feste und Geburtstage

Feste in der Gruppe sind ein emotionales und sinnliches Erlebnis für alle.
Wir feiern diverse Feste wie z.B. Laternenfest, Halloween, Vorweihnachtsfeier, Fasching, Ostern oder Sommerfest.
Das persönlichste Fest für die Kinder ist ihr eigener Geburtstag und wird auch dementsprechend bei uns gefeiert. Kinder, die in den Sommerferien Geburtstag haben, werden im Juni vorgefeiert. Fixe Bestandteile der Feier sind Geburtstagslieder, ein Geschenk und eine Geburtstagsjause.

 

7      Qualitätssicherung

7.1    Jahresplanung/ Wochenplan/ Reflexionen/ Beobachtungen

Zur Qualitätssicherung der Bildungsarbeit leistet das Personal folgende Arbeiten:

Jahresplanung:

Hier wird ein abwechslungsreiches Bildungsprogramm von der Pädagogin zusammengestellt, bei dem ein Grundkonzept entsteht, in dem alle Bildungsbereiche abgedeckt werden. Dies dient das Jahr hindurch als roter Faden und kann damit auch Themenbereiche aufbauend gestalten. Die Jahresplanung wird für jeden Monat einzeln erstellt.

Wochenplan:

Der Wochenplan setzt die Jahresplanung konkret um und hierbei wird darauf geachtet die Prinzipien der Individualisierung, Differenzierung, Ganzheitlichkeit und Vielfalt umzusetzen. Die Interessen der Kinder werden berücksichtigt, Themen entweder angeschnitten oder intensiver ausgearbeitet. Auch Themenbereiche, die für die Kinder aktuelle Wichtigkeit haben, werden in den Wochenplan aufgenommen und umgesetzt.

Reflexionen:

Am Ende des Monats ist die Pädagogin angehalten, sich nochmals mit ihrem Programm schriftlich auseinanderzusetzen. Hierbei ist festzuhalten, wie das Bildungsprogramm angekommen ist und welche Punkte einer Überarbeitung bedürfen.

Beobachtungen:

Alle mit dem Kind befasste Personen dokumentieren in regelmäßigen Abständen schriftlich den Entwicklungsstand des Kindes. Hier wird das Augenmerk auf die besonderen Interessen, Fähigkeiten, Bedürfnisse, Begabungen, Entwicklungsfortschritte und möglichen Entwicklungsverzögerungen des Kindes gelegt.

Die Leitung kontrolliert und reflektiert mit dem Personal alle oben angeführten Punkte um zu einem differenzierteren Verstehen und Erkennen des Kindes zu gelangen. Bei Bedarf tauscht sich die Leitung mit außenstehenden Experten auf wie Psychologen, Logopäden, Lehrern, Jugendamt etc. aus.

 

7.2    Qualitätssicherung für das Personal

Das Personal nimmt an einer geleiteten Supervision teil. Mit der Leitung sind Einzelgespräche nach Bedarf möglich. Austausch zwischen Leitung und Personal erfolgt in den wöchentlichen pädagogischen Gesprächen sowie am Teamabend, der einmal pro Monat stattfindet. Zweimal pro Jahr findet eine gemeinsame pädagogische Fortbildung statt. Zusätzlich hat das Personal die Möglichkeit mit 100€ finanzielle Unterstützung für eine Fortbildung zu erhalten.

 

 

8.     Modul für das letzte Jahr in elementaren Bildungseinrichtungen

Unter Vorschulerziehung verstehen wir die ganzheitliche Förderung eines Kindes im letzten Kindergartenjahr bis zum Schulbeginn. Selbstverständlich wäre es zu spät, wenn man mit der Förderung erst im letzten Jahr beginnt, deshalb werden bei uns im Kindergartenalltag all die wichtigsten Bildungsbereiche und Kompetenzen nach dem Wiener Bildungsplan ab dem Eintritt in den Kindergarten gefördert. Bei uns im Haus gibt es eine reine Vorschulgruppe, die es möglich macht, Kinder bis zu zwei Jahren lang auf die Schule vorzubereiten. Die Transition vom Kindergarten in die Schule ist für die Kinder eine sehr sensible Phase. Meist freuen sich die Kinder auf die Schule, jedoch kommen auch wechselnde Gefühle zum Vorschein. Immer wieder schwanken die Emotionen der Kinder zwischen großer Freude, Neugierde und Aufregung bis hin zu Furcht und Ängstlichkeit, im Nichtwissen, was auf sie zukommt. Unser Anliegen ist es von Anfang an, unsere Kinder im Entwicklungsstand und ihren persönlichen Bedürfnissen und Interessen entsprechend, individuell, ganzheitlich und spielerisch auf die Schule vorzubereiten. Schließlich ist es nicht nur für die Kinder ein neuer Lebensabschnitt, sondern auch für deren Eltern. Die Elternarbeit zwischen den Erziehungsberechtigten und PädagogInnen ist ein besonderes Anliegen, denn nur durch gute Zusammenarbeit können wir jedes Kind individuell fördern und stärken.

Kinder haben eine angeborene Begeisterungsfähigkeit und ein sehr starkes Verlangen zu Lernen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, diese angeborenen Fähigkeiten zu bewahren, auszubauen und zu unterstützen.

 

Die Voraussetzungen dafür sind:

  • ein Umfeld zu schaffen, in dem sich das Kind geborgen und wohl fühlt

  • ein ausgebildetes Fachpersonal, dass die Kinder motiviert, stärkt und unterstützt, auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingeht und ein Raumkonzept geschaffen wird, dass zum Spielen, Lernen und Experimentieren einlädt

  • ein ausgewähltes Sortiment an pädagogischen Spielen und Spielbereichen

 

Auf Wunsch der Kinder gehören auch die sogenannten Arbeits- oder Vorschulblätter zu unserer Schulvorbereitung dazu. Jedes Kind hat seine eigene Mappe, in der es zwei Mal pro Woche ganz individuell und nach seinem eigenen Ermessen die Blätter ganz ohne Druck erledigen darf. Jedes Kind ist ein eigenständiges Wesen, ein Individuum, das selbst entscheiden darf wie viele Arbeitsblätter es an diesen Tagen erarbeiten möchte. In unserem Repertoire befinden sich Übungsblätter zur Wahrnehmungsförderung, Auge-Hand-Koordination, Farben-und Formenlehre, Mengenlehre, Buchstaben und Zahlen, Schwungübungen, sowie mathematisches Frühverständnis, die die Kinder unter voller Konzentration mit Spaß lösen.

Im Sommer bekommen die Vorschulkinder ihre Mappen und als Überraschung eine Schultüte.

Ein weiterer wichtiger Punkt für uns ist die Erziehung zur Selbstständigkeit.

 

Dazu zählen Dinge wie:

  • Das selbstständige An- und Ausziehen

  • Sauberkeitserziehung (auf die Toilette gehen, Hände waschen)

  • Selbstständige kleinere Aufgaben erledigen (einer Kollegin aus der Nebengruppe etwas bringen, Mittagstisch decken und abräumen)

  • Die Kinder ermutigen Konflikte auch alleine lösen zu können (einen Streit mit einem anderen Kind) – jedoch geben wir den Kindern jederzeit Hilfestellung, wenn sie diese brauchen

 

Weitere wichtige Bestandteile in der Vorschulerziehung sind für uns:

 

  • Rollenspiele („Ich und Du“, „Miteinander- Gegeneinander“)

  • Schwungtuchspiele

  • Würfel- und Gesellschaftsspiele

  • Didaktisches Spiele (Kim-Spiele)

  • Dramatisieren (mit Handpuppen, Theater spielen)

  • Sachgespräche führen (mit Kindern einzeln oder in der Gruppe, etwas besprechen was einem belastet, Gefühlsmemory etc.)

 

Außerdem machen wir viele Morgen- und Sesselkreise in der Gruppe.

Zum einen ist es schön, sich mit den Kindern auszutauschen (Was habt ihr am Wochenende erlebt? Möchtet ihr uns etwas mitteilen?), zum anderen wird ihr Selbstbewusstsein gestärkt, indem sie sich trauen vor der Gesamtgruppe etwas zu erzählen.

Auch das Stillsitzen fällt gerade den Schulanfängern meist noch schwer.

Stillsitzen üben wir auch im Sesselkreis indem wir den Kindern eine Beschäftigung geben (z.B. Ich erzähle euch eine Geschichte und bin gespannt wer gut aufpassen kann, um bei unserem Quiz mitmachen zu können), diverse Konzentrationsspiele

(10 Dinge werden unter der Decke versteckt – wie viele merkt ihr euch?), Puzzeln oder das Lösen von Bilderrätseln.

 

9      Krisenleitfaden

9.1    Unfälle

Je nach Schwere der Verletzung werden nach Sofortmaßnahmen und dem Leisten von Erster Hilfe (alle Angestellten sind Ersthelfer) Rettungskräfte verständigt. Jeder Unfall wird in einem Unfallbericht dokumentiert, der in der dafür vorgesehenen Mappe abgelegt wird.

 

 

9.2    Evakuierungsplan

In jeder Gruppe hängt ein Fluchtplan aus. Außerdem gibt es in jeder Gruppe ein Brandschutzbuch mit genaueren Informationen. Durch Feuerproben werden die Kinder vorbereitet, wie im Notfall zu handeln wäre. Die Sammlungsstelle ist bei gutem Wetter der nahegelegene Suchenwirtpark/ Wickie-Park (im Käfig), bei Schlechtwetter finden wir uns bei dem a&t Holiday Hostel Vienna, Leibitzgasse 66, ein.

 

 

9.3    Vorgangsweise wenn ein Kind nicht abgeholt wird

Im Rahmen der Anmeldung und der Elternabende werden die Eltern gebeten mind. 3 Kontaktpersonen anzugeben, die im Notfall erreichbar sind. Sollte ein Kind zur Schließzeit nicht abgeholt sein, werden diese kontaktiert. Wenn dennoch niemand erreichbar ist, ist die Leitung zu informieren. Das Kind darf auch Ende der Dienstzeit weder alleine gelassen noch mitgenommen werden. In dieser Zeit ist das Personal angehalten, beruhigend auf das Kind einzuwirken. Sollte das Kind bis eine Stunde nach Schließzeit nicht abgeholt sein, wird das Krisenzentrum für den 10. Bezirk, Moselg 8/5/3, 1100 Wien, kontaktiert.